Neue Krebstherapie

Die Trophoblastenthese

John Beard, Professor der Embryologie an der Universität von Edinburgh, verfasste 1905 einen Artikel für die medizinische Zeitschrift  „The Lancet”. Er konstatierte darin, dass sich Krebszellen und gewisse präembryonale Zellen, sogenannte Trophoblasten, deren Auftreten im Frühstadium der Schwangerschaft vor allem im Mutterkuchen normal ist, sich nicht voneinander unterscheiden lassen.

In einem Spiegel-Artikel der Ausgabe 4 / 2009,  also weit über 100 Jahre nach dieser  Veröffentlichung, wird interessanterweise über die Gemeinsamkeit zwischen Plazentazellen und Tumorzellen berichtet:

Es ist der Vormarsch einer Invasionsarmee. Aggressiv und millionenfach dringen die Zellen immer tiefer ins fremde Gewebe ein, Enzyme, die die gesamte Umgebung aufweichen, machen ihnen den Weg frei.

Keine Immunabwehr stellt sich den Eindringlingen in den Weg. Denn diese tarnen sich so perfekt, dass sie für das Immunsystem des Wirts unsichtbar sind. Ja, sie bringen die Abwehrzellen durch geschickte Manipulation sogar dazu, ihnen bei ihrem Vormarsch zu helfen…

Hier wird nicht eine heimtückische Erkrankung wie die Krebserkrankung beschrieben, sondern diese Darstellung entspricht dem Wachstum eines menschlichen Embryos in der Gebärmutter. Etwa eine Woche nach der Befruchtung der Eizelle beginnt er, sich durch aggressives Vordringen in die Gebärmutter einzunisten, um aus seinen eigenen und mütterlichen Zellen gemeinsam den Mutterkuchen, die Plazenta zu bilden…

Es gibt eine verblüffende Ähnlichkeit zwischen der Plazentabildung und Tumorwachstum. So lassen sich fast sämtliche bekannten Tumormarker in erheblicher Konzentration auch in der Plazenta nachweisen, einige wurden sogar zuerst in der Plazenta entdeckt…

Selbst die Invasion der kindlichen Plazentazellen in die Gebärmutter, wird mithilfe der gleichen Botenstoffe gesteuert, wie das Vordringen von Tumorzellen ins Gewebe…

„Ich vergleiche jetzt seit zwölf Jahren Tumor- und Plazentazellen“, sagt Prof. Kämmerer von der Universität Würzburg, „aber ich habe noch immer keinen wesentlichen Unterschied zwischen den beiden finden können“.

In dem Artikel heißt es weiter:

… doch warum hört eine Plazenta auf zu wachsen, wenn sie etwa ein Drittel der Gebärmutterwand durchdrungen hat – ein Tumor jedoch nicht?  „Woran das liegt“, sagt Prof. Kämmerer, „würden wir alle gern wissen. Denn daraus ergebe sich dann ein Weg, auch das Wachstum eines Krebsgeschwürs zu stoppen…

Die Antwort könnte eigentlich ganz einfach ausfallen. Sie ist seit 1905 bekannt und wurde in den Neunzigerjahren durch verschiedene Forschergruppe weltweit bestätigt.

Schon 1905 konnte Prof. Beard zeigen, dass bei den Prozessen Pankreasenzyme beteiligt, unter denen Trypsin und Chymotrypsin für die Zerstörung von Trophoblasten/Krebszellen eine besonders wichtige Rolle spielen. Diese Enzyme liegen in inaktiver Form in der Bauchspeicheldrüse vor. Erst wenn sie in den Dünndarm gelangt sind, werden sie in die aktive Form umgewandelt. Sobald sie über die Blutbahn den Trophoblasten erreichen, bauen sie dessen negativ geladene Proteinhülle ab und ermöglichen so den weißen Blutkörperchen den Angriff auf die Krebszellen.

In dem Augenblick, in dem die Bauchspeicheldrüse des Embryos zu arbeiten beginnt und Enzyme herstellt, die Enzyme Trypsin und Chymotrypsin, wird das Plazentawachstum augenblicklich gestoppt. Die Enzyme verdauen die Schutzoberfläche der Plazentazellen (Trophoblasten) und enttarnen Sie für die Arbeit des Immunsystems. Jetzt erkennen die Thymus-Lymphozyten (T-Lymphozyten) die Zellen als fremd und aggressiv und töten sie ab. Das geschieht von nun an millionenfach täglich in jedem unserer Körper. Sollte die Aktivität der Bauchspeicheldrüsen-Enzyme nicht ausreichen, wird das Wachstum nicht gebremst und es entsteht ein Tumor.

Die Frage, warum alle bekannten Tumormarker auch in der Plazenta zu finden sind, ist ebenfalls logisch zu beantworten. Die Schulmedizin geht davon aus, dass es mehrere Hundert verschiedene Tumorarten gibt. Die Schulmedizin erkennt nicht den gemeinsamen Zusammenhang, dass all die uns bekannten Tumore ein und denselben Ursprung haben, nämlich die Gemeinsamkeit das jeder Tumor, egal wie er letztendlich heißt, aus Trophoblasten besteht.

So ist es nur konsequent, dass dort, wo die meisten Plazentazellen zu finden sind, nämlich in der Plazenta selbst, also im Mutterkuchen, selbstverständlich auch alle Tumormarker vorhanden sein müssen. Es handelt sich bei jedem Tumor immer um das gleiche Geschehen, nur die Schulmedizin kann den Zusammenhang nicht sehen. So ähnlich wie ein Kind, das im Wald steht und nur Bäume sieht, aber nicht den Wald.

Es ist wieder einmal ein Beispiel dafür, wie richtig die Trophoblastentheorie auch nach 100 Jahren ist. Auch nach so langer Zeit und so vielen Jahrzehnten wissenschaftlicher Forschung und Anstrengung  ist sie heute nicht weniger gültig.
Zur gleichen Zeit als die Trophoblasten-Theorie entstand, formulierte Albert Einstein die Relativitätstheorie. Auch diese ist heute nicht weniger gültig als vor 100 Jahren.

Manchmal braucht es eben eine sehr lange Zeit bis einfache logische Erkenntnisse in das Bewusstsein der Meinungsführer in den Wissenschaften Eingang finden.

Weiterführendes zur Trophoblastenthese

Verhaltensregeln bei der Diagnose Krebs

Häufig gestellte Fragen und Antworten